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Wer braucht eigentlich wirklich noch eine #Verkehrswende? Also wirklich?

Fragen wir Anna-Theresa Korbutt vom HVV, dann brauchen wir eine Mobilität, die immer da ist. Unsichtbar, wann immer ich sie nicht brauche. Vernetzt, wenn ich das möchte. Aber immer verfügbar. Immer. Und überall, zumindest im urbanen Raum (und über das Landleben haben wir nicht gesprochen). Mobilität der Zukunft muss so alltäglich sein wie das Wasser, das aus der Leitung kommt. Und so unemotional. Warum Mobilität trotzdem das spannendste Feld für sie ist: Anna-Theresa Korbutt in „carls zukunft der woche“.

Hören Sie die komplette Folge 63 hier:

Lasst euch inspirieren und viel Spaß beim Anhören!

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Diese Woche in der Zukunft: 

Gute Mobilität ist im Zweifel unsichtbar. Sie steht nicht herum, sie behindert und bremst nicht – aber wenn man sie braucht, ist sie da. So sagt es Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin des Hamburger Verkehrsverbunds HVV im Gespräch mit Michael Carl. 

Was der ÖPNV nicht hat, heute nicht und morgen nicht: Einen USP. Anna beschreibt, warum das letztlich ein Vorteil ist. Mobilität der Zukunft muss im positiven Sinne selbstverständlich sein. So allgegenwärtig da wie Strom oder Wasser, gerne auch so unemotional. Und wer jahrelang den Bus hat vorbeifahren lassen, soll immer noch ohne weiteres einsteigen können: „Wir sind immer da.“ So einfach. 

Anna sieht die urbane Mobilität leidenschaftlich gelassen. Leidenschaftlich, weil sie weiß, wie viele Geschichten in den Menschen schlummern, die sie mit U-Bahn, S-Bahn und Bus erlebt haben. Leidenschaftlich auch, weil sie um die Bedeutung des ÖPNV weiß. Manchmal, so lässt sie durchblicken, hätte sie schon Lust, einen Tag den Betrieb einzustellen, um zu zeigen: Wir sind das Rückgrat der Wirtschaft. Wir halten den Laden am Laufen. Aber dann doch wieder gelassen: Mehr neue Akteure von Google bis Tesla? Herzlich Willkommen. 

Wenn die Menschen ihre Verbindungen bei Google zusammenstellen und die besseren Informationen in Echtzeit bekommen: Wunderbar. Ebenso fürchtet sie nicht die Anbieter autonomer Fahrzeugflotten, die ja im Grunde auch eine Art öffentliches Verkehrsangebot sind. Tausend Tesla in der Stadt würde sie im Zweifel als Flotte betreiben wollen, aber nicht als Konkurrent fürchten. 

Zu Gast in dieser Woche:

Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin Hamburger Verkehrsverbund

Post Author: Michael Carl