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„Nowhere is safe“, so die Headline des englischen Guardian vor wenigen Tagen zur Klimakrise. Eine fatalistische Aussage? Eine drastische Bewertung? Lautstark jedenfalls. Laut wird auch eine inzwischen große Anzahl von Unternehmer:innen, die sich – beginnend in Berlin – zu den „Leaders for Climate Action“ zusammengeschlossen haben.

Gründungsmitglied Doreen Rietentiet ist im Podcast zu Gast und prognostiziert einen drastischen Wandel der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in naher Zukunft – genauer: Sie fordert diesen Wandel ein.

Kohleofen aus – Podcast an!

Hört die komplette Folge 41 hier:

Lasst euch inspirieren und viel Spaß beim Anhören!

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Diese Woche in der Zukunft:

„Leaders for Climate Action“, kurz LFCA, das ist eine Gruppe von Unternehmer:innen, die sich auf ein klimaneutrales Wirtschaften im eigenen Unternehmen verpflichten und laut einen Wandel auch auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene einfordern. In Berlin gegründet, von vielen Digitalunternehmern und ihren Startups getragen, schnell wachsend, natürlich – das Startup-Denken verpflichtet.

Doreen Rietentiet ist seit anderthalb Jahrzehnten mit dem Thema regenerative Energien befasst. Sie ist eine der Gründungsmütter der LFCA. Im Podcast schildert sie ihre Erwartung, wie das Thema Klimakrise in den kommenden Jahren zu einem nennenswerten Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft führen wird.

Der Kontext: Die Westküste Nordamerikas liegt unter einer stabilen Hitzeglocke, in Kanada werden historische Höchstwerte gemessen, ganze Ortschaften verbrennen. Der britische Guardian titelt: „Nowhere is safe“. Die Beispiele sind aktuell gewählt, aber natürlich austauschbar. Erster Schritt der LFCA: Ein Commitment, das eigene Unternehmen klimaneutral umzubauen. Nächste Schritte: Sich für veränderte Rahmenbedingungen einzusetzen, die unternehmerisches Handeln pro Klima fördern.

Das wird, daran lässt Doreen keinen Zweifel, zu einem massiven Umbau der Wirtschaft führen. Insbesondere die fossile Branche wird Federn lassen müssen. Ein Faktor: Das Recht und die Verwaltung. Aktuell laufen rund 40 große Prozesse gegen fossil geprägte Unternehmen. Shell hat gerade erfahren, welche Konsequenzen aus einem entsprechenden Urteil erwachsen können: Reduktion der CO2-Emmissionen um 45% bis 2030 im Vergleich zu 2019. Das ist in der fossilen Erdölindustrie nicht mit Kompensationsgeschäften zu schaffen.

Ist die Rolle des Unternehmers, der sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung stellt, neu? Jedenfalls ist LFCA ein bemerkenswertes Beispiel, wo sich gerade Unternehmer:innen für einen Wandel der Wirtschaft einsetzen, sowohl um der eigenen Kinder als auch um der eigenen unternehmerischen Freiheit willen.

Der Vollständigkeit halber: Wenn die Initiative „Leaders for Climate Action“ so inspirierend und positiv ist, warum ist das carl institute for human future nicht Mitglied? Antwort: Sind wir natürlich.

Der Gast dieser Woche:

Doreen Rietentiet, Beraterin und Expertin für regenerative Energien, Gründungsmitglied von Leaders for Climate Action

 
 

Post Author: Michael Carl