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Ihr habt Fragen oder Anregungen? Werdet Teil unseres Zukunftsdialogs und nehmt mit Zukunftsforscher Michael Carl auf Twitter Kontakt auf: Aktivisten sind wir alle, entweder für eine 2 Grad-Welt oder eine 3 Grad-Welt Klick um zu Tweeten

Diese Woche in der Zukunft:

Wer heute noch Hitzewellen und Dürre in Europa mit spielenden Kindern im Freibad bebildert, macht sich der unterlassenen Berichterstattung schuldig. Die Klimakrise ist real, wir müssen auf null Emissionen runter und das schnell. Ein Gespräch mit Özden Terli, Meteorologe und Wettermann im ZDF. 

Özden gehört zu den Journalisten, die immer wieder zur besten Sendezeit darauf hinweisen, wo wir die Auswirkungen der Klimakrise bereits heute erleben. Persönlich erhält er dafür ausschließlich positives Feedback. In den sozialen Medien hingegen wird er dafür immer wieder hart angegangen. Özden wehrt sich und veröffentlicht diese Anwürfe – auch um deutlich zu zeigen, dass man sich wehren kann. 

Ist das Aktivismus statt Journalismus? Özden sagt: Im Gegenteil. Wir laufen auf derzeit eine 3 Grad-Welt zu. Stefan Rahmsdorf hat kürzlich anschaulich beschrieben, was das praktisch bedeutet. Wer das Papier noch kennt, findet es hier. Die Zeit die uns noch bleibt, um diese 3 Grad-Welt abzuwenden, ist Goldstaub. Wir dürfen sie nicht verschwenden mit Diskussionen über Technologieoffenheit oder die Laufzeit von Atomkraftwerken. Das sind Nebelkerzen derer, die einen wirksamen Klimaschutz verhindern wollen. 

Wer ist hier eigentlich radikal? Özden Terli sagt ganz klar: Die Radikalen, das sind die, die den Klimaschutz verzögern und verhindern. Diejenigen hingegen, die ein sofortiges Umdenken einfordern, die protestieren und sich auf die Straße kleben, die sind nur vermeintlich radikal. Radikal ist ein weiter so. 

Wir sind alle Aktivisten: Entweder setzen wir uns für einen schnellen Wandel im großen Maßstab ein. Dann sind wir Aktivisten einer 1,5 Grad-Welt. Oder wir blockieren diesen Wandel oder bremsen ihn durch Nichtstun. Dann sind wir Aktivisten für eine 3 Grad-Welt. Öden zitiert damit Prof. Sebastian Seiffert, der in Folge 55 Gast hier in „carls zukunft der woche“ war.

Schaut Özden Terli optimistisch in die Zukunft? Er wünschte, er könnte. Özden plädiert für einen realistischen Blick – und da ist derzeit nichts zu erkennen, das uns optimistisch stimmen könnte. Das zu ändern, ist unsere Aufgabe. Da ist zum einen das eigene Verhalten. Aber viel wichtiger noch: Es geht um den Wandel im großen Maßstab. Also schreiben wir unseren örtlichen Politikern, den Managern der ortsansässigen Firmen, allen Multiplikatoren, die wir kennen und erreichen können. 

Zu Gast in dieser Folge:

Özden Terli, Meteorologe und Wetter-Moderator im ZDF. @TerliWetter

Rahmsdorf-Papier: Stefan Rahmstorf – Klima und Wetter bei 3 Grad mehr

Eine Erde, wie wir sie nicht kennen (wollen)

Post Author: Michael Carl

2 Replies to “Folge 117: Özden Terli – Wenn der ZDF-Wettermann zum Klima spricht”

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